Inzwischen hat sich unter dem Namen “Great Spas of Europe” eine Gruppe von Städten auf den Weg gemacht, den Rahmen für einen seriellen, transnationalen UNESCO-Welterbeantrag abzustecken. Mehrere Treffen auf internationaler Ebene haben bereits stattgefunden um eine klare Definition und überzeugende Auswahlkriterien zu bestimmen. Seit einem Kabinettsbeschluss 2012 wird das Projekt offiziell vom Land unterstützt: Im Januar 2013 reichte die Landesregierung einen entsprechenden Antrag zur Aufnahme Baden-Badens auf die deutsche Tentativliste im Rahmen des Projekts “Great Spas of Europe” ein. Im Sommer 2013 soll dann endgültig feststehen, welche europäischen Kurstädte sich um die Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO bewerben werden.

Das materielle und immaterielle Kulturerbe Baden-Badens ist ein unbezahlbarer Schatz. Es kann kein Fehler zu sein, dieses Kapital zu erhalten, es zu pflegen und die Bevölkerung für die überkommenen Werte zu sensibilisieren. Insofern ist der Weg zur Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe auch in sich ein Ziel.

19.–21.03.2015 ICOMOS-Tagung

Baden-Baden ist Austragungsort der von ICOMOS Deutschland zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) und dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg organisierten, internationalen Fachtagung “Zwischen Heilung und Zerstreuung – Kurgärten und Kurparks in Europa”.

25.–26.09.2014 Treffen der Bürgermeister in Baden-Baden

Festlegung der Einreichung des seriellen, transnationalen Antrags “Great Spas of Europe” bei der UNESCO: Herbst 2016 (Voreinreichung) bzw. Januar 2017 (definitive Abgabe).

14.–16.05.2014 GSE Baden bei Wien und Bad Ischl

Schließung der Bewerberliste für eine serielle, transnationale Nominierung mit 16 (!), willkürlich zusammengekommenen europäischen Kurstädten: TSCHECHIEN: Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázné (Marienbad), Františkovy Lázné (Franzensbad), Luhacovice (Luhatschowitz)
DEUTSCHLAND: Baden-Baden, Bad Ems, Bad Homburg, Bad Kissingen, Bad Pyrmont und Wiesbaden
ÖSTERREICH: Baden bei Wien und Bad Ischl
ENGLAND: Bath
ITALIEN: Montecatini Terme
FRANKREICH: Vichy
BELGIEN: Spa
Bekanntgabe eines neuen Organigramms auf Staatsebene mit zwei neuen Gremien: International Steering Group (ISG, politisch besetzt) und International Working Group (IWG, wissenschaftlich besetzt).

14.10.2013 Vortrag V. Eidloth

Volkmar Eidloth vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg hält im LA8 einen öffentlichen Vortrag: Baden-Baden, europäische Kurstädte und das Welterbe der UNESCO.

20. & 21.09.2013 Treffen der Bürgermeister in Bad Kissingen

Die Zahl der potentiellen Bewerber erhöht sich ohne fachliche Begründung von 11 Städten auf 14: Auch Bad Ems, Bad Homburg und Bad Pyrmont möchten sich beteiligen. Interesse haben außerdem Baden bei Wien und Bad Ischl bekundet.

04. & 05.09.2013 Sechstes Expertentreffen in Wiesbaden

Die Expertengruppe einigt sich nach langem Ringen auf Karlsbad, Marienbad und Baden-Baden als unzweifelhafte Mitglieder der Bewerbergruppe. Für alle anderen Bewerber bleibt die Frage der Eignung mehr und weniger offen – mit Ausnahme von Bath, das bereits auf der Welterbeliste steht.

15.-16.03.2013 Treffen der Bürgermeister in Spa

Keine wesentliche Weiterentwicklung des Projkets. Die Expertengruppe wird um ein fachliches Votum zur Eignung der beteiligten Städte am Bewerbungsverfahren gebeten.

09.-11.05.2013 Fünftes Expertentreffen in Luhacovice (Tschechien)

Vorstellung einer Kriterienliste, die diskutiert wird, für die aber kein Konsens zu finden ist.

26.–28.02.2013 Viertes Expertentreffen in Bad Kissingen

Einigung auf ein Auswahlverfahren, das eine wissenschaftliche Bewertung von einzelnen Bewerberstädten ermöglicht.

05.-07.11.2012 Drittes Expertentreffen in Montecatini

Bildung von Arbeitsgruppen – zur Definierung eines Themas für die Bewerbung als Grundlage für Kriterien zur Auswahl der teilnehmenden Städte; zur Klärung der Relevanz des Themas für die Welterbeliste; zur vergleichenden Analyse des Themas; etc.

16.–17.08.2012 Treffen der Bürgermeister in Wiesbaden

Diskussion über organisatorische Fragen und die Zusammensetzung der Bewerbergruppe.

30.07.2012 Kabinettsbeschluss

Kabinettsbeschluss der baden-württembergischen Landesregierung:

  1. Die Stadt Baden-Baden soll in ihren Bemühungen um Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste im Rahmen des Projekts “Great Spas of Europe” unterstützt werden.
  2. Baden-Baden wird als Kandidat für die deutsche Tentativliste bei der Kultusministerkonferenz angemeldet.

12.–14.05.2012 Zweites Expertentreffen (Bath)

Einigung über Notwendigkeit eines Grundsatzpapiers zur wissenschaftlichen Begründung des Antrags und zur Auswahl einer Bewerbergruppe.

24.–25.03.2012 Treffen der Bürgermeister Bath

Treffen der an einer gemeinsamen Bewerbung interessierten Badeorte.

26.-28.01.2012 Erstes Expertentreffen (Karlsbad)

Konstituierung der Expertengruppe. Diskussion über weitere Schritte.

04.–05.11.2011 Treffen der Bürgermeister in Montecatini

Klärung der Rahmenbedingungen einer gemeinsamen Bewerbung mit den Vertretern namhafter Kurstädte. Beratung über weitere Arbeits­schritte wie die Bildung einer Expertengruppe sowie die Einbindung fachlicher und politischer Gremien.

24.06.2011 Treffen der Bürgermeister in Karlsbad

Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung im Rahmen einer Tagung in Karlsbad über die Bildung einer erfolgversprechenden Bewerbergruppe durch die Vertreter der tchechischen Städte Karlsbad, Marienbad, Franzensbad und Luhavovice, das belgische Spa, das französische Vichy, das italienische Montecatini und die deutschen Städte Wiesbaden und Baden-Baden.

22.01.2011 Treffen in Paris

Einigung seitens der politischen Vertreter aus den Bäderstädten Bath, Montecatini-Terme, Karlsbad, Spa, Vichy, Wiesbaden sowie der Stadt Baden-Baden auf ein gemeinsames Vorgehen mit dem Ziel einer transnationalen seriellen Nominierung unter der Federführung Tschechiens.

25.–27.11.2010 Internationale Fachtagung „Europäische Kurstädte und Modebäder des 19. Jahrhunderts“ in Baden-Baden

Veranstaltung des deutschen Nationalkomitees von ICOMOS mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg und der Stadt Baden-Baden; Schwerpunktthema: die Darstellung der kulturgeschichtlichen Bedeutung der Kurstädte im 19. Jahrhundert; Empfehlung der Fachvertreter aus Denkmalpflege und Geschichtswissenschaft: Transnationaler serieller Antrag. Im Anschluss: Treffen von Vertretern des tschechischen Bäderdreiecks sowie der Städte Vichy, Spa, Montecatini-Terme, Bath, Wiesbaden und Baden-Baden.

Sommer 2010 Vorlage der Vergleichsstudie ``Playgrounds of Europe``

Erarbeitung durch Dr. Förderer, Industrie- und Handelskammer Karlsruhe

28.04.2010 Kontaktaufnahme mit Spa (Belgien)

Treffen der Oberbürgermeister mit Vertretern der Städte Spa und der Region Wallonie sowie der Stadt Baden-Baden, des Landesamtes für Denkmalpflege, Esslingen und der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe zum Informationsaustausch über die Absicht einer transnationalen seriellen Nominierung, den Stand der Vergleichsstudie und die internationale Tagung im Herbst

29.03.2010 Kontaktaufnahme mit Wiesbaden

Vortrag in Wiesbaden über die Bemühungen der Stadt Baden- Baden

20.11.2009 Workshop des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS in Berlin „European Heritage Lable und Weltkulturerbe“

Vortrag „Europäische Kurstädte und Modebäder des 19. Jahrhunderts. Überlegungen zu einer transnationalen seriellen Nominierung für die Welterbeliste“ mit Vorstellung der Baden-Badener Bemühungen, Dipl.-Geogr. Volkmar Eidloth, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen

Vortragsreihe II, veranstaltet von der IHK Karlsruhe und dem Freundeskreis Lichtentaler Allee:

  • 11.12.2009 „Palais Biron: Weltkulturerbe aus der Sicht einer Kaufmannsvilla im 19. Jahrhundert“,
    Prof. Hans-Peter Mengele
  • 16.11.2009 „Napoleon III und Deutschland – deutsch-französische Beziehungen im 19. Jahrhundert“,
    Dr. Hansjörg Frommer
  • 03.11.2009 „Turgenjew, Gogol, Gontscharow, Tolstoj, Dostojewski – russische Klassiker in Baden-Baden: ihre Bedeutung für die Weltliteratur“,
    Prof. Dr. Horst-Jürgen Gerigk
  • 21.10.2009 „UNESCO-Weltkulturerbe als Schlüssel zu Regionalentwicklung – ein Erfahrungsbericht aus Kassel und Nordhessen“,
    Günther Koseck, Pierre Schlosser

06.05.2009 Podiumsdiskussion „Weltkulturerbe Baden-Baden ?!`` vor der Gemeinderatswahl Baden-Baden im Kulturhaus LA8.

Teilnehmer auf dem Podium: Prof. Dr. Peter Steinbach; Günter Koseck; Dr. Hans-Peter Ehinger (FW-Fraktion); Ulla Opitz (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen); Armin Schöpflin (CDU-Fraktion); Werner Henn (SPD-Fraktion); Bernd Weigel (FDP-Fraktion);
Moderation: Frank Marrenbach

Vortragsreihe I, veranstaltet von der IHK Karlsruhe und dem Freundeskreis Lichtentaler Allee:

  • 06.04.2009 „Kurorte als touristische Freizeiträume des 19. Jahrhunderts?“,
    Prof. Dr. Burkhart Fuhs
  • 31.03.2009 „Die Kurstadt als ‚Gesamtkunstwerk’ – Anmerkungen zur Baugeschichte Baden-Badens“,
    Dr. Ulrich Coenen
  • 02.03.2009 „Die traditionsreiche Bäderstadt Baden-Baden und ihr Aufstieg zum Modebad des 19. Jahrhunderts“,
    Heike Kronenwett M.A.

26.03.2009

Kontaktaufnahme der Stadt Baden-Baden mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

23.02.2009 Kontaktaufnahme mit Karlsbad

Treffen der Oberbürgermeister der drei tschechischen Bäderstädte und Vertretern des Bezirks Karlsbad mit OB Gerstner und dem Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen, zum Informationsaustausch über die Absicht einer transnationalen seriellen Nominierung

Treffen der Oberbürgermeister der drei tschechischen Bäderstädte und Vertretern des Bezirks Karlsbad mit OB Gerstner und dem Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen, zum Informationsaustausch über die Absicht einer transnationalen seriellen Nominierung

Vorstellung der Ergebnisse des Workshops durch Frau Prof. Dr. Seng, Universität Paderborn

22.11.2008 Workshop

„Baden-Baden -Bäderstadt des 19.Jahrhunderts“, fachliche Diskussion um die Bedeutung Baden-Badens im 19. Jahrhundert und die Chancen eines Welterbeantrags

November 2007 Vorstudie „Weltkulturerbe Baden-Baden ?!“

Vorlage der Studie von Dr. Förderer im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und des Freundeskreises Lichtentaler Allee

18.09.2007 Beratungstag

Information durch Dr. de Jong über die aktuelle Situation,
Konstituierende Sitzung des „Konzeptkreises“

07.05.2007 Ältestenrat

Diskussion über ein Stufenmodell (Zustimmung bei jederzeitiger Ausstiegsmöglichkeit, wenn sich Chancenlosigkeit einer Bewerbung abzeichnet)

20.03.2007 Vortrag

„Das UNESCO–Weltkulturerbe“,
Prof. Dr. Raban von der Malsburg, Heidelberg

26.02.2007 Gemeinderat, Grundsatzbeschluss:

Die Verwaltung als Antragstellerin soll alle Anstrengungen un-ternehmen, dass Baden-Baden in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wird. Der Freundeskreis Lichtentaler Allee unterstützt die Stadt Baden-Baden in diesem Bestreben.

Dezember 2006 Schirmherrschaft

Oberbürgermeister Gerstner übernimmt die Schirmherrschaft für das „Projekt Weltkulturerbe“

27.11.2006 Ältestenrat, Vorberatung

Vorberatung über die Aufnahme Baden-Badens in die Welterbeliste der UNESCO

18.10.2006 Freundeskreis Lichtentaler Allee e.V.

Symposium „Kulturerbe als Grundlage von morgen”